Skip to main content
Das Schwierige ist das, was sofort getan werden kann; das Unmögliche ist das, was ein wenig länger dauert.

Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860

In Arthur Schopenhauers Stimme — eine KI-Reflexion

Das ist eine meiner scharfkantigen Wahrheiten über den menschlichen Willen. Was uns sofort gelingt, ist oft nur die flüchtige Regung des Augenblicks, doch das wahre Werk des Willens offenbart sich erst in der Beharrlichkeit. Das Unmögliche ist nicht, was wir nicht können, sondern was wir nicht lange genug wollen. Die Zeit entlarvt die Schwäche unseres Strebens.

Was bedeutet dieses Zitat?

Manche Einsichten wirken auf den ersten Blick paradox und entfalten doch eine tiefe Wahrheit, sobald man sie im Alltag erprobt. Schopenhauers Satz, dass das Schwierige das ist, was sofort getan werden kann, während das Unmögliche nur etwas länger braucht, zielt auf die menschliche Tendenz ab, kurze Anstrengungen zu scheuen und langfristige Ziele als unerreichbar abzutun. In Wahrheit aber sind es oft die kleinen, sofort umsetzbaren Handlungen, die uns am meisten widerstehen, während wir uns bei großen Vorhaben in Ausreden verlieren. Die eigentliche Hürde liegt nicht im Umfang der Aufgabe, sondern in unserer Haltung ihr gegenüber.

Arthur Schopenhauer, der im 19. Jahrhundert als einer der einflussreichsten Pessimisten der Philosophiegeschichte galt, entwickelte diese Idee in einem Zeitalter, das von raschem industriellen Wandel und wachsendem Optimismus geprägt war. In Werken wie Die Welt als Wille und Vorstellung oder den Parerga und Paralipomena analysierte er immer wieder, wie der menschliche Wille sich selbst sabotiert, indem er die Gegenwart vernachlässigt und die Zukunft idealisiert. Für ihn war die Unmittelbarkeit des Handelns ein Prüffstein der Charakterstärke – eine Erkenntnis, die sich auch in seiner Ethik niederschlug, etwa in Über die Grundlage der Moral, wo er die Bedeutung konkreter Taten betonte. Schopenhauer selbst lebte diese Prinzipien nicht immer vor, doch seine Schriften zeigen, wie sehr ihn die Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Tat quälte.

Für Eltern heute bietet der Satz eine praktische Handlungsanleitung. Statt sich von der Vorstellung überwältigen zu lassen, ein perfekter Erzieher sein zu müssen, können sie sich auf das konzentrieren, was jetzt möglich ist: ein aufmerksames Gespräch, eine klare Grenze, eine kleine Geste der Zuwendung. Das Unmögliche – etwa ein Kind vor allen Enttäuschungen des Lebens zu bewahren – verliert seinen Schrecken, wenn man erkennt, dass es ohnehin nie in unserer Macht stand. Die wahre Herausforderung besteht darin, im Hier und Jetzt zu handeln, statt in der Illusion von morgen zu verharren. So wird aus dem vermeintlich Unmöglichen mit der Zeit das Machbare.

Weitere Zitate von Arthur Schopenhauer

Nimm Arthur Schopenhauer mit in deine Tasche

Sagius ist kostenlos und schenkt dir 10 Gratis-Credits für die KI-Funktionen — chatte mit Arthur Schopenhauer und anderen großen Philosophen und lass dir jedes Zitat mit seiner tieferen Bedeutung erklären.

Im App Store ladenBei Google Play